Gehe zum Haupt-Inhalt

Banner - Robin Menges bloggt

„Was wirklich, wirklich wichtig ist für Kinder sind Erwachsene, die jeden Morgen aufstehen und sagen: ‚Es wird spannend heute, welches Geschenk bekomme ich heute von meinem Kind, was kann ich heute über mich lernen?‘“

Jesper Juul

Robin Menges

Gründerin und Leiterin der IGfB

  • Klinische Psychologin, Family Counselor und Supervisorin mit den Schwerpunkten: Menschenwürde und Beziehung
  • Jahrgang 1969, geb. in der USA, aufgewachsen in Österreich
  • verheiratet, drei erwachsene Kinder

Meinen Werdegang prägt die Suche nach authentischen Beziehungen und das vertiefte Verstehen menschlichen Seins.

Als Kind, das zwischen Kulturen aufwuchs, entwickelte ich eine vertiefte Beobachtungsgabe, eine Anpassungsfähigkeit und ein Verstehen von Verschiedenheit.  Das ermöglichte mir tiefe Einblicke in unterschiedliche Arten des Zusammenlebens und des menschliches Seins. Der Wunsch Menschen und ihre Interaktionen zu verstehen, aber auch wirklich in Beziehung zu treten, entwickelte sich über die Jahre immer stärker.

Als junge Erwachsene lag mein Fokus auf der Begleitung von Kindern und führte zum Studium an der pädagogischen Akademie und Ausbildung zur Volksschullehrerin. Im Laufe dieser Jahre lernte ich einerseits meinen jetzigen Mann und langjährigen Partner kennen, andererseits begann ich vieles auch fachlich zu hinterfragen.

Meine Abschlussarbeit über „Fehler der menschlichen Wahrnehmung“ führte mich zu dem Fachbereich, der mich immer noch zutiefst fasziniert: zur Psychologie.

Seither ist meine fachliche und persönliche Entwicklung sehr eng verwoben. Vorlesungen über Entwicklungspsychologie und kindliches Lernen begleiteten meine erste Schwangerschaft intensiv. Die Realität als Mutter von zwei kleinen Kindern brachte danach ganz neue Sichtweisen und Fragen mit sich und führte dazu, dass ich über einige Jahre meine Energie mehr in das Leben selbst als in das Forschen, Verstehen und Lernen steckte. Eine wichtige und wertvolle Erfahrung für meinen fragenden und kritischen Geist. Aber mir wurde bald bewusst, dass ich beides brauchte. Das intensive Leben im Hier und Jetzt und das Hinterfragen und Verstehen von Zusammenhängen.

Mein Interesse für kindgemäßes Lernen führte zur Mitarbeit bei der Gründung des Montessori Kinderhauses 1996, aber nach einem erneuten Ausflug in die Pädagogik (ÖMG Ausbildung zur Montessoripädagogin) zog es mich nach der Geburt meines dritten Kindes zurück in die Psychologie. Ich wollte verstehen warum und wie Kinder lernen. Gleichzeitig beobachtete ich an mir selbst und an den Menschen um mich herum, dass selbst eine gute und durchdachte Pädagogik kaum den Stellenwert des Einflusses der Eltern wettmachen konnte. Und doch konnte ich noch nicht greifen, was das ausmachte.

Eine zufällige Begegnung mit dem Familientherapeuten und Autor Jesper Juul hinterließ einen prägenden Eindruck auf mich. Ich erkannte in der Begegnung und Auseinandersetzung mit ihm, dass ich nicht (noch) mehr verstehen und wissen musste, um mit den wachsenden Herausforderungen als Mutter von drei Kindern und als Partnerin zurechtzukommen. Mein Entwicklungsbedarf war emotionaler Natur. Meine Möglichkeiten mitfühlend den Schmerz anderer mitzutragen und zu halten, waren auf Grund meines eigenen Schmerzes und dem Ausweichenwollen begrenzt.

Im Laufe der fünf Jahre, die ich intensiv mit Jesper Juul arbeitete (und etwas später erweitert durch die FamilientherapeutInnen und PsychologInnen Peter Mortensen, Helle Jensen und Axel Maychrzak) konnte ich einen neuen Zugang zu meiner eigenen Empfindsamkeit und meinem Mitgefühl entdecken. Ich lernte mich selbst ernster zu nehmen, mich ins Spiel zu bringen und konnte mehr Raum für die emotionalen Bedürfnisse meiner Kinder entwickeln. Gleichzeitig faszinierte mich dieser ganzheitliche Zugang, Menschen innerhalb ihrer familiären Kontexte zu verstehen, immer mehr.

In der Zwischenzeit hatte ich mein Studium und die Ausbildung zur klinischen und Gesundheitspsychologin beendet und wendete die beziehungsorientierten und experientiellen Ansätze in meiner psychologischen Praxis in der Arbeit mit Familien, Paaren und Gruppen an. 2008 initiierte Jesper Juul die Gründung der jetzigen IGfB (siehe Geschichte der IGfB). Ich nahm die Herausforderung an. Obwohl es nie mein Ziel gewesen war, Unternehmerin zu werden, war es an die  Sache gekoppelt. Mein intensives Interesse ist es nach wie vor, mich als Paar- und Familientherapeutin weiter zu qualifizieren und mehr zu lernen.

In den letzten sieben Jahren hatte ich viel Gelegenheit für eine vertiefte inhaltliche Auseinandersetzung. Unzählige Stunden saß ich als Hospitantin und Co-Therapeutin in Seminaren und Ausbildungsgruppen und lernte viel über Familiendynamiken, persönliche Entwicklung und deren fachliche Begleitung. Letztendlich lernte ich dabei auch sehr viel über mich.

Parallel dazu bin ich unwillkürlich zur Unternehmerin geworden, habe viel über Unternehmens-führung, Marketing, das Internet, die Bildungslandschaft und Zertifizierungen gelernt. Heute, 2015, ist die IGfB ein Unternehmen mit drei Teilzeitmitarbeiterinnen und ich überlege gemeinsam mit einem Strategieteam, wie sich die Zukunft der IGfB gestalten kann. Und für mich, wie ich aus der Unternehmerinnenrolle wieder mehr in die inhaltliche Arbeit zurückkehren kann, um das zu machen, was mich zutiefst interessiert und fasziniert: Menschen in ihren Beziehungen und in ihrer fachlichen und persönlichen Entwicklung zu begleiten und mich inhaltlich zu vertiefen.

Seit einigen Jahren wächst in mir auch eine Freude am schriftlichen Festhalten meiner Gedanken und Fragen, die ich in diesem Blog zur Verfügung stelle. Zur Inspiration und gemeinsamen Entwicklung im Sinne eines menschenwürdigen und menschlichen Miteinanders.

 

Eckdaten zu mir finden Sie in meinem Lebenslauf.